Russland wird 2023 den strategischen Nuklearstreitkräften besondere Aufmerksamkeit widmen

Im Jahr 2023 wird Russland dem Bau im Interesse der strategischen Nuklearstreitkräfte besondere Aufmerksamkeit widmen, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu, berichtet RIA Novosti.

"Bei der Erstellung einer Liste von Investitionsprojekten für das Jahr 2023 wird besonderes Augenmerk auf den Bau im Interesse der strategischen Nuklearstreitkräfte gelegt", sagte Schoigu.

Man solle beim Bau der neuen Infrastruktur im Rahmen der zugewiesenen Haushaltsmittel ein Gleichgewicht wahren, sagte er. Darüber hinaus müssen sie gleichzeitig mit der Lieferung von Waffen und Ausrüstung in Betrieb genommen werden.

Die Infrastruktur für neue Raketen wird bereits in fünf Verbänden der strategischen Raketentruppen Russlands gebaut, sagte Schoigu, wie TASS berichtet. 

Fünf Einheiten der Strategischen Raketentruppen sind bereits mit dem Bau von Infrastruktureinrichtungen für den Einsatz neuer Raketensysteme beschäftigt, sagte der russische Verteidigungsminister. Darüber hinaus wird in der Region Krasnojarsk ein interspezifisches Testgelände für die Weltraumstreitkräfte gebaut, sagte er. 

Im Oktober führten die strategischen Nuklearstreitkräfte Russlands Übungen durch, um einen massiven Nuklearschlag als Reaktion auf einen nuklearen Angriff auf dem Territorium der Russischen Föderation auszuführen. Im Rahmen der Übungen wurde eine ballistische Interkontinentalrakete des Typs Yars vom Kosmodrom Plesetsk aus gestartet.

Strategische Nuklearstreitkräfte Russlands ist die allgemeine Bezeichnung für strategische und taktische Nuklearraketenwaffen, die die Hauptbewaffnung der Streitkräfte der Russischen Föderation darstellen. Die Strategischen Nuklearstreitkräfte werden oft auch als nukleare Triade bezeichnet.

Mit Stand vom 1. September 2018 verfügen die strategischen Nuklearstreitkräfte Russlands nach offiziellen Angaben des russischen Außenministeriums und dem Datenaustausch des START-III-Vertrags über 517 einsatzbereite strategische Kernwaffenträger:

  • Interkontinentalraketen, ballistische Raketen,
  • U-Boot-gestützte ballistische Raketen,
  • schwere Bomber, die mit 1.420 Nuklearsprengköpfen bestückt sind.

Gleichzeitig beläuft sich die Gesamtzahl der (einsatzbereiten und nicht einsatzbereiten) Kernwaffenträger auf 775 Einheiten, was der im START-III-Vertrag festgelegten Gesamtzahl der strategischen Offensivwaffen entspricht.

Author`s name Petr Yermilin