NATO warnt Russland vor Test einer nuklearfähigen Unterwasserdrohne Poseidon

Der NATO-Geheimdienst warnte das Kommando des Nordatlantikbündnisses vor der Möglichkeit, dass Russland das unbemannte Unterwasserfahrzeug Poseidon testen könnte, so die italienische Zeitung La Repubblica.

Der Bericht des NATO-Geheimdienstes beziehe sich auf die Bewegungen des atomaren Mehrzweck-U-Boots Belgorod in der Karasee, heißt es in dem Artikel. Experten befürchten, dass das U-Boot dort eine Atomdrohne starten könnte.

Das Unterwasserfahrzeug Poseidon ist in der Lage, einen radioaktiven Tsunami zu erzeugen, der große Ballungsräume wie New York oder Los Angeles auslöschen würde, so La Repubblica.

Die Infrarotsatelliten der USA sind nicht in der Lage, das Geschehen in der Tiefsee zu erkennen. Die Poseidon ist ein geräuschloses Fahrzeug. Es strahlt wenig Wärme ab und bewegt sich mit über 100 Stundenkilometern.

"Es handelt sich nur um eine einfache Testankündigung, die dem Kreml die Gelegenheit geben könnte, eine einzigartige Fähigkeit im Tauziehen mit dem Westen zu demonstrieren: eine Waffe, gegen die es keine Verteidigung gibt", so La Repubblica.

Das Mehrzweck-Atom-U-Boot Belgorod ist ein Analogon der Kursk. Das U-Boot wurde im April 2019 vom Stapel gelassen. Das Projekt wurde speziell für das Poseidon-System auf den Namen 09852 getauft.

Die K-329 Belgorod hat ein einzigartiges Design. Das U-Boot verfügt über einen speziellen Andockraum für die Aufnahme von nuklearen Tiefseestationen - ein U-Boot-Typ, den nur die russische Marine besitzt.

Das U-Boot kann sechs Poseidons mitführen, die in der Lage sind, fast alle Küstengebiete der Vereinigten Staaten anzugreifen.

Das Atom-U-Boot Belgorod wurde am 8. Juli an die russische Marine ausgeliefert. Wie berichtet, ist das U-Boot für die Lösung wissenschaftlicher Probleme und die Durchführung von Such- und Rettungseinsätzen vorgesehen.

Die K-329 kann auch Tiefsee-Rettungsfahrzeuge und autonome unbemannte Unterwasserfahrzeuge mitführen.

Author`s name Petr Yermilin