US-Hubschrauber überfliegen die Unglücksstellen von Nord Stream

Zwei unterirdische Explosionen wurden im Bereich der Gaslecks an der Nord Stream-Pipeline gemeldet, berichtet die schwedische Publikation svt.se.

Es bestehe kein Zweifel, dass es Explosionen gegeben habe, sagte der Seismologe Bjorn Lund. Dreißig Messstationen in Südschweden hätten die Daten aufgezeichnet, so die Publikation. Eine Explosion ereignete sich in der Nacht, die andere am Montagabend.

Die deutschen Medien schrieben, die Explosionen könnten auf gezielte Sabotageakte zurückzuführen sein. Auch Moskau schloss eine solche Möglichkeit nicht aus.

Vertreter der deutschen Bundesnetzagentur erklärten, die Ursachen des Unfalls seien ihnen nicht bekannt.

Es klafft ein großes Loch

Zuvor hatte die dänische Energiebehörde erklärt, dass die Lecks in den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 das Ergebnis eines vorsätzlichen Angriffs sein könnten, da es sich "nicht um einen kleinen Riss, sondern um ein wirklich großes Loch handelt."

Die Nord Stream AG, der Betreiber des Gasnetzes, sagte, es sei unmöglich abzuschätzen, wie viel Zeit die Reparatur der drei Stränge der Offshore-Gaspipelines Nord Stream und Nord Stream 2 in Anspruch nehmen werde. Die Zerstörung sei gleichzeitig erfolgt, so die Unternehmensvertreter.

Die dänischen Streitkräfte haben Fotos und Videos von den Stellen veröffentlicht, an denen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 in der Ostsee Gas austreten. Nach Angaben des dänischen Militärs verursachte das größte Leck Turbulenzen an der Oberfläche mit einem Durchmesser von 1 Kilometer. Das kleinste Leck bildete einen Kreis von etwa 200 Metern.

US-Sikorsky-Hubschrauber fliegen über Unfallstellen

Es ist erwähnenswert, dass Hubschrauber der US-Luftwaffe Einsätze in dem Gebiet flogen, in dem sich der Nord Stream-Unfall ereignete. Die Flugbahn der Hubschrauber deckt sich mit der Stelle, an der die Lecks entstanden sind, schrieb Oleg Makarov, Militärexperte und Mitbegründer von Vatfor, auf dem Telegram-Kanal des Projekts.

Laut den Diensten Flightradar24 und ads-b.nl überflogen die US-amerikanischen Sikorsky SH-60/MH-60 Seahawk-Hubschrauber (Rufzeichen FFAB123) Anfang und Mitte September das oben genannte Gebiet. Ihre Spur wurde direkt über der Unfallstelle gefunden.

Author`s name Petr Yermilin