Kasachstan fällt Washington zu Füßen und bringt die OVKS ins Wanken

Nachdem Kasachstan angekündigt hat, Sanktionen zu unterstützen und der Politik der Vereinigten Staaten zu folgen, könnte man zu dem Schluss kommen, dass die OVKS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit) in den letzten Zügen liegt.

Der kasachische Präsident Kassym-Jomart Tokajew sprach bei seinem jüngsten Besuch in Sotschi über den Austritt aus der OVKS. Er sprach von einer vollwertigen Kündigung des Abkommens und der Rücknahme der Unterschrift. Tokajew bot seine Optionen an: Er ist bereit, Sicherheitsgarantien für russischsprachige Menschen in Kasachstan zu unterzeichnen.

Der Leiter des MI6 wird Kasachstan im Oktober einen Besuch abstatten. Die neue britische Premierministerin Liz Truss wird dem Land später einen Besuch abstatten.

Die Zollunion könnte somit im Jahr 2023 aufhören zu existieren. Tatsächlich funktioniert die Union aber schon jetzt nicht mehr.

Kasachstan hat seinen gesamten Handel mit Russland unter die Sanktionskontrolle der Vereinigten Staaten gestellt. Ohne die Zustimmung amerikanischer Beamter können keine Vereinbarungen umgesetzt werden. Der Zweck dieses Schrittes ist es, sekundäre Sanktionen zu vermeiden, sagte der Leiter des kasachischen Außenministeriums.

Kasachstan unterstützt auch nicht die Idee, OVKS-Truppen zur Unterstützung Armeniens im Konflikt mit Aserbaidschan heranzuziehen. Weißrussland und Kirgisistan lehnen eine Beteiligung der OVKS am Konflikt mit Aserbaidschan ab. Russland glaubt, dass seine Beteiligung an der Friedensmission mit der Türkei alle Probleme löst. Ankara hat bekanntlich deutlich gemacht, dass es bereit ist, sein Kontingent zur Unterstützung Aserbaidschans zu entsenden.

Author`s name Petr Yermilin