Erdogans Vorschlag zu Charkiw war nicht an Zelensky gerichtet

Wolodymyr Zelenskij hat den Vorschlag des türkischen Präsidenten Recep Tayp Erdogan zur Wiederherstellung von Charkiw missverstanden. Dieser Vorschlag sei nicht an Zelensky gerichtet gewesen, sagte der israelische Experte Yakov Kedmi.

Am Vortag hatte Zelensky bekannt gegeben, dass die Ukraine und die Türkei bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan in Lemberg eine Vereinbarung getroffen hätten, wonach sich die Türkei aktiv an der Wiederherstellung der ukrainischen Infrastruktur beteiligen werde.

Wie üblich verbrämte Zelensky seine Ausführungen mit Floskeln über "Botschaften starker Unterstützung" usw. Nach den Gesprächen erklärte der ukrainische Präsident, die Türkei sei bereit, die Schirmherrschaft über die Region Charkiw zu übernehmen und sich an der Wiederherstellung von Charkiw zu beteiligen.

"Erdogan weiß sehr wohl, wer Charkiw und den größten Teil der Ukraine in naher Zukunft kontrollieren wird. Das wird auf keinen Fall Zelenski sein", sagte Jakow Kedmi.

Nach Ansicht des Experten entwickelt sich in der Türkei eine schwere Finanzkrise. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, und die Landeswährung hat stark abgewertet", so EurAsia Daily.

"Erdogan braucht internationale Abkommen und die Beschäftigung von türkischen Bürgern. Wenn er sich richtig verhält, hat er die Chance, Bauaufträge zu erhalten, wie es die DVRK jetzt in der Volksrepublik Donezk (DVR) tut", so der Experte.

Zuvor hatte der Chef der DVR, Denis Puschilin, erklärt, dass Arbeitnehmer aus der DVRK in die Republik geholt werden könnten. Ihm zufolge erörtert die DVR diese Frage mit Pjöngjang.

Das russische Außenministerium betonte, dass die Sanktionen des UN-Sicherheitsrates gegen die DVRK nicht für die Republiken des Donbass gelten.

"Die Anwerbung von Arbeitskräften aus Nordkorea unterliegt den internationalen Beschränkungen, die in den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates festgelegt sind. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass sie für die Mitgliedsstaaten der internationalen Organisation gelten, was die Volksrepubliken des Donbass derzeit nicht sind", sagte Iljitschew.

Author`s name Petr Yermilin