Tschetschenischer Kriegsveteran, der jetzt als Dragqueen arbeitet, singt die russische Hymne in einem Schwulenclub

Sergei Nechaev, ein Veteran der militärischen Kampagnen in Tschetschenien, der die russische Nationalhymne unter der LGBT-Flagge sang, während er als Dragqueen Bomba Kibersisi (übersetzt: Bomben-Cyber-Titties) auftrat, erhielt Unterstützung von seinen Künstlerkollegen.

Russische Drag-Queen singt Nationalhymne

Die Travestie-Diven führten die russische Nationalhymne in einem Schwulenclub in Astrachan auf. Das Video des Auftritts erschien auf dem YouTube-Kanal der Website Astrakhan.ru.

Das Video zeigt drei Dragqueens, die im Einklang mit den Farben der russischen Nationalflagge gekleidet sind und die russische Hymne lippensynchron singen. Laut der Publikation MK. v Astrakhan, die sich auf den Besitzer des Schwulenclubs beruft, war der Auftritt Russland und Präsident Putin gewidmet.

"Alle standen auf und schrien "Für Russland". Sie schienen den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu unterstützen und sangen die Nationalhymne. Natürlich hätte man das wahrscheinlich nicht in einem Club wie diesem tun sollen, aber alle waren glücklich. Ich bin auch stolz auf mein Land", zitierte die Publikation den Clubbesitzer.

Zuvor war berichtet worden, dass der Travestiekünstler Bomba Kibersisi in einem Nachtclub in Jekaterinburg die russische Hymne mit einer LGBT-Flagge in den Händen gesungen hatte.

Der Künstler musste sich der Kritik stellen, nachdem das Video im Internet veröffentlicht worden war. Nechaev erklärte seinen Auftritt mit patriotischen Gefühlen und fügte hinzu, er sei ein Veteran der tschetschenischen Kampagnen. Dennoch wurde ein Verwaltungsverfahren gegen den Veteranen eingeleitet.

Sergei Nechaev nahm seinen Künstlernamen Bomba Kibersisi an, nachdem er vom Dienst in der Armee im Fernen Osten und in Tschetschenien zurückgekehrt war.

Seit mehr als 15 Jahren tritt Bomba in verschiedenen Nachtclubs auf. Die erste Hälfte seines Künstlernamens "Bomba" ist das, was Sergeis Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Zoowärter und kümmert sich um Raubtiere.

Author`s name Petr Yermilin