US-Diplomat sagt, mit wem Putin unter den NATO-Mitgliedern befreundet ist

Der ehemalige US-Botschafter bei der NATO, Ivo Daalder, erklärte, der russische Präsident Wladimir Putin sei mit zwei Staatsoberhäuptern von NATO-Mitgliedsländern befreundet.

Laut Daalder unterhält Putin nicht nur herzliche Beziehungen zu seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan, sondern auch zum ungarischen Premierminister Viktor Orban. Der ehemalige italienische Premierminister Silvio Berlusconi sei ein weiterer Politiker, mit dem Putin befreundet sei, fügte er hinzu, berichtet Politico.

"Erdogan ist nicht der einzige NATO-Führer, der herzliche Beziehungen zu Putin unterhält. Man denke nur an Italiens ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi vor einigen Jahren oder den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban heute", sagte Ivo Daalder, ehemaliger US-Botschafter bei der UNO.

Der amerikanische Diplomat wies darauf hin, dass nur Erdogan beschlossen habe, hochmoderne Luftabwehrraketen aus Moskau zu kaufen, anstatt auf westliche Ausrüstung zurückzugreifen, über die andere NATO-Länder verfügten.

Biden: Die NATO ist stärker als je zuvor. Stoltenberg: Ja

Am 9. August erklärte US-Präsident Joe Biden, dass die Vereinigten Staaten dem transatlantischen Bündnis verpflichtet seien. Angesichts der Aktionen Russlands werde Washington gemeinsam mit den Verbündeten eine wünschenswerte Zukunft gestalten. Er bezeichnete die NATO als "unverzichtbares Bündnis" und betonte, dass Washingtons Verbündete sich stärker denn je der NATO verpflichtet fühlten.

"Heute sehen wir nur zu deutlich, dass die NATO ein unverzichtbares Bündnis für die Welt von heute und die Welt von morgen bleibt. Unser Bündnis ist enger denn je. Es ist geeinter als je zuvor. Und wenn Finnland und Schweden die Zahl der Bündnispartner auf 32 erhöhen, werden wir stärker denn je sein - stärker denn je", sagte Biden.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg bedauerte seinerseits, dass das Bündnis die Zusammenarbeit mit Russland einstellen musste. Ihm zufolge ist die NATO nach wie vor offen für einen Dialog mit Moskau, um bestehende Risiken zu verringern und eine Eskalation der Spannungen zu verhindern.

"Mehr als 30 Jahre lang hat die NATO versucht, eine Partnerschaft mit Russland aufzubauen und einen Dialog und eine praktische Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse zu entwickeln. Dennoch hat Russland in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gegen die Normen und Grundsätze verstoßen, die zu einer stabilen und berechenbaren europäischen Sicherheitsordnung beigetragen haben. Russlands brutaler und unrechtmäßiger Angriffskrieg gegen die Ukraine hat den Frieden erschüttert und das Sicherheitsumfeld gravierend verändert. Angesichts seiner feindseligen Politik und Handlungen kann die NATO Russland nicht als Partner betrachten. Die Russische Föderation ist die bedeutendste und unmittelbarste Bedrohung für die Sicherheit der Bündnispartner und für Frieden und Stabilität im euro-atlantischen Raum. Die NATO ist jedoch nach wie vor bereit, die Kommunikationskanäle mit Moskau offen zu halten, um Risiken zu bewältigen und zu mindern, eine Eskalation zu verhindern und die Transparenz zu erhöhen. Die NATO sucht keine Konfrontation und stellt keine Bedrohung für Russland dar. Das Bündnis wird weiterhin auf russische Drohungen und feindliche Handlungen geschlossen und verantwortungsbewusst reagieren", sagte Stoltenberg am 14. Juli.

Author`s name: Petr Yermilin