Simbabwe hat mit der Prägung von Goldmünzen begonnen, um eine Alternative zum US-Dollar als Wertaufbewahrungsmittel zu schaffen. Die Initiative reduzierte damit die Nachfrage nach der US-Währung in dem afrikanischen Land, berichtet RIA Novosti.
Die Münze heißt mosi-oa-tunya - so nennen die Simbabwer die Victoriafälle, die größten in Afrika. Der Wert der Münze wird sich nach dem Goldpreis auf dem Weltmarkt richten, zuzüglich einer fünfprozentigen Provision für Herstellung und Vertrieb.
In den letzten Jahrzehnten hat Simbabwe unter der Instabilität der Landeswährung und ihrer raschen Abwertung gelitten. Die einheimische Bevölkerung möchte natürlich in ausländische Währungen investieren, um ihre Ersparnisse zu behalten. Die Nachfrage nach diesen Währungen ist also gestiegen, was zu einer weiteren Abwertung des simbabwischen Dollars geführt hat.
Der simbabwische Dollar existierte vom 15. April 1981 bis zum 30. Juni 2009. Er wurde anstelle des zuvor im Umlauf befindlichen Rhodesischen Dollars eingeführt.
Nach offiziellen Angaben erreichte die Inflation in diesem Jahr 231 Millionen Prozent (Stand: Juli 2008). Im Oktober 2008 verdoppelten sich die Preise alle 24,7 Stunden. So kostete beispielsweise eine Dose Bier am 4. Juli 2008 um 17:00 Uhr Ortszeit 100 Milliarden Simbabwe-Dollar, eine Stunde später war sie jedoch 150 Milliarden wert.
Im Juni 2019 kündigte die Zentralbank von Simbabwe die Wiederaufnahme des Umlaufs des simbabwischen Dollars an. Am 11. Oktober 2019 lag der Kurs bei 361 simbabwischen Dollar für einen US-Dollar.