Die Region Uljanowsk hat die technische Ausstattung ihrer perinatalen Dienste erweitert und neue medizinische Verfahren eingeführt. In den Einrichtungen "Mama" und im Krankenhaus der regionalen klinischen Basis (UOKB) wurden 84 Geräteeinheiten beschafft. Ziel ist es, komplexe Eingriffe vor Ort durchzuführen, wofür Patientinnen bisher in Bundeskliniken transportiert werden mussten.
Ab 2026 wird im Perinatalzentrum "Mama" das Verfahren der intrauterinen Bluttransfusion angewendet. Diese Maßnahme ist bei schwerer fötaler Anämie sowie hämolytischer Anämie indiziert. Bisher wurden Betroffene mit diesen Diagnosen nach Moskau oder Sankt Petersburg überwiesen.
Laut Olga Beloglasowa, stellvertretender leitender Spezialistin für Geburtshilfe und Gynäkologie des Gesundheitsministeriums der Region Uljanowsk, wurden zudem die Steuerung der Schwangerenpfade verstärkt, das pränatale Screening erweitert und die Abteilungen für Reanimation und Intensivtherapie technisch aufgerüstet. Ergänzend existieren "Schulen für Stillen", in denen Mütter in der Grundversorgung von Säuglingen geschult werden.
Der Zugang zu In-vitro-Fertilisation (IVF) über die obligatorische Krankenversicherung (OMS) wurde vereinfacht, insbesondere für Bewohner entlegener Gebiete. Im laufenden Jahr wurden bereits 363 IVF-Prozeduren durchgeführt; bis zum Jahresende ist der Abschluss von insgesamt 852 Zyklen geplant.
Seit 2024 umfasst die allgemeine Vorsorgeuntersuchung (Dispanserizazija) für Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren auch eine Bewertung der reproduktiven Gesundheit. Die Durchführung erfolgt teilweise durch mobile Teams, die Fabriken und Dörfer aufsuchen. Liliya Berlova, leitende Spezialistin des regionalen Gesundheitsministeriums, führt aus, dass das Ziel darin besteht, Infektionen, sexuell übertragbare Krankheiten frühzeitig zu erkennen und Unfruchtbarkeit vorzubeugen.
Die regionale Verwaltung gibt an, dass im Jahr 2025 keine mütterlichen Todesfälle verzeichnet wurden. Zudem stieg der Anteil der Kinder in natürlicher Ernährung: Bei Säuglingen im Alter von drei bis sechs Monaten liegt dieser Wert aktuell bei über 48 %, was einer Steigerung um 7 Prozentpunkte gegenüber den Daten vor fünf Jahren entspricht.
Zusammenfassung der Datenbasis:
Offene Fragen bleiben die konkrete medizinische Wirkung der neuen Geräte auf die langfristige Gesundheit der Neugeborenen sowie die Validität der Sterblichkeitsrate für den Zeitraum 2025, da keine detaillierten Vergleichsdaten zur Vorperiode vorliegen.
Quelle: Dieser Artikel wurde auf Grundlage einer russischsprachigen Originalveröffentlichung von Pravda.Ru erstellt.