Neue Richtlinien für die Kinderchirurgie in Russland: Fokus auf Spezialisierung

Das russische Gesundheitsministerium hat die Richtlinien für die kinderchirurgische Versorgung aktualisiert. Das neue Regelwerk unterteilt die medizinische Hilfe in drei Bereiche: primärgesundheitliche Versorgung, spezialisierte Hilfe (einschließlich hochtechnologischer Verfahren) sowie den Rettungsdienst.

Ein wesentlicher Teil der Neuregelung ist die separate Definition der palliativen Hilfe für Kinder mit chirurgischen Erkrankungen. Diese erfolgt gemäß den allgemeinen Bestimmungen für Palliativmedizin und sieht eine enge Zusammenarbeit zwischen medizinischem Personal, Sozialdiensten und Nichtregierungsorganisationen vor. Zudem wurde im Bereich der Pädiatrie das Recht auf Schmerzlinderung durch narkotische und psychotrope Medikamente im Rahmen der palliativen Betreuung rechtlich verankert.

Kliniken, die spezialisierte Hilfe leisten, werden nun basierend auf ihrer technischen Ausstattung in vier Gruppen eingeteilt. Die Gruppen 1 und 2 decken die Basisversorgung und Standarddiagnostik (Ultraschall, Röntgen, Labor) ab. Die Gruppen 3A und 3B verfügen über erweiterte Kapazitäten wie CT, MRT und Transfusionsabteilungen. Während Gruppe 3A hochtechnologische Hilfe (VMP) leistet und regionale Kliniken koordiniert, konzentrieren sich die Bundeszentren der Gruppe 3B zusätzlich auf die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden, unter anderem unter Einsatz künstlicher Intelligenz.

Die hochtechnologische Versorgung von Neugeborenen, insbesondere bei angeborenen Fehlbildungen, ist exklusiv den Einrichtungen der Gruppen 3A und 3B vorbehalten. Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein spezialisierter Abteilungen für Intensivmedizin und Reanimation für Neugeborene. Um die Koordination zu verbessern, ist der Einsatz von Telemedizin für Konsile und Beratungen auf allen Versorgungsstufen zulässig. Die Wartezeiten für spezialisierte Eingriffe müssen sich künftig strikt nach dem staatlichen Garantieprogramm richten.

Wichtig: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Beginnen, beenden oder verändern Sie eine Behandlung nicht ohne Rücksprache mit einer qualifizierten medizinischen Fachkraft.

Quelle: Dieser Artikel wurde auf Grundlage einer russischsprachigen Originalveröffentlichung von Pravda. Ru erstellt.

Author`s name Petr Yermilin
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