Wer schnarcht, wacht vielleicht eines Tages nicht mehr auf

Viele Menschen ignorieren das Schnarchen, weil sie denken, dass es außer schlaflosen Nächten für den Nebenmann keine gesundheitlichen Probleme verursacht. Tatsächlich kann Schnarchen aber äußerst gefährlich sein.

"Schnarchen kann gefährlich sein, weil es sich zu einem obstruktiven Schlafapnoe-Hypopnoe-Syndrom entwickeln kann, bei dem es zu einem Atemstillstand kommen kann", sagt Dr. Valery Svistushkin. Ein Atemstillstand kann sich häufig wiederholen, aber wenn er zu lange andauert, kann eine Person nicht mehr atmen. Das Phänomen kann auch einen Schlaganfall oder einen Infarkt auslösen, da der Blutdruck bei einem Atemstillstand stark ansteigt. Solche Probleme können 20- oder 30-mal pro Nacht auftreten, was zum Tod führen kann. Außerdem leidet der Betroffene unter Schlafmangel und wird träge, weil das Gehirn nicht genügend Ruhe bekommt. Etwa 25 Prozent der Männer entwickeln aufgrund des Schnarchens Erektionsstörungen und einen ganzen Strauß anderer Krankheiten.

Die Häufigkeit und das Auftreten von Atemaussetzern kann durch eine spezielle Technik, die so genannte Polysomnographie, ermittelt werden. Dabei handelt es sich um eine umfassende Aufzeichnung der biophysiologischen Veränderungen, die während des Schlafs auftreten. Ein Polysomnogramm zeigt typischerweise alle Parameter des Schlafs: die Schnarchamplitude, die Atempausen, die Blutdruckveränderungen und das Sauerstoffdefizit.

Aber auch wenn Sie keine Atemstillstände haben, bedeutet das nicht, dass Sie Ihr Schnarchen vernachlässigen können. Eine Schlafstörung kann jederzeit auftreten, daher ist es besser, einen Arzt aufzusuchen, bevor es dazu kommt.

Manchmal reicht eine Nasenscheidewandoperation, die Beseitigung des chronischen Schnupfens, die Verkleinerung des weichen Gaumens oder die Entfernung der vergrößerten Mandeln. Wenn es ein Kind ist, das schnarcht, kann es Probleme mit den Rachenmandeln haben.

Übergewichtige Menschen schnarchen häufig, weil Fettablagerungen im Hals den Rachenraum einengen. Rauchen ist ein weiterer Risikofaktor, da Tabakrauch ein Kehlkopfödem hervorruft. Alkohol hat einen ähnlichen Effekt - er macht die Rachenmuskeln schlaff.

Wenn eine Operation nicht hilft, können spezielle Geräte eingesetzt werden. Diese Behandlung wird als SIPAP-Therapie bezeichnet.

Wer seinen Zustand zumindest einigermaßen verbessern will, kann versuchen, nicht auf dem Rücken zu schlafen. Man kann einen Tischtennisball am Rücken befestigen, mit dem der Patient seine Körperposition während des Schlafs kontrollieren kann.

Author`s name Petr Yermilin