Jede Teesorte ist auf ihre eigene Weise ausgezeichnet

Schlecht geschulte Kellnerinnen in billigen Cafés nennen Karkade "roten Tee", aber das ist falsch

Die Preisschilder in Teeläden spiegeln inzwischen die Farbe des Tees wider. Die beliebtesten Etiketten sind rot, gelb und grün. Die Farbe des Tees hängt vom Grad der Oxidation (Fermentation) der Teeblätter vor dem Trocknen ab. Jede Sorte hat ihre eigene wohltuende Wirkung.

Weißer Tee für den Adel

Weißer Tee wird im zeitigen Frühjahr handgepflückt. Verwendet werden nur die obersten zwei Blätter, die kaum aus der Knospe kommen. Die zarten Blätter sind mit einem weißen Flaum bedeckt, der bei der Qualitätsbehandlung erhalten bleibt. Um die Oxidation zu verhindern, werden die Blätter zunächst mit Dampf behandelt und dann schnell getrocknet. In einer Tasse hochwertigen weißen Tees sollten keine verdrehten Blätter vorhanden sein. Kurz gesagt, die Herstellung dieses Tees ist sehr aufwendig. Deshalb ist er auch ziemlich teuer. Man sagt, dass der weiße Tee ein Getränk der Aristokraten ist.

Rot, aber nicht karkade

Schlecht ausgebildete Kellnerinnen in billigen Cafés nennen Karkade "roten Tee", aber das ist falsch. Karkade wird für Blütentee gehalten. Er wird durch Aufgießen von getrockneten Hibiskusblüten hergestellt. Das Gebräu ist sehr gut für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Nierenproblemen. Echter roter Tee ist ebenso gut. Der rote Tee enthält viel Tannin und fast doppelt so viel Catechin wie schwarzer Tee. Es gibt etwa 30 verschiedene Sorten von rotem Tee.

Grüner Tee

Er ist der "ältere Bruder" des weißen Tees. Er wird nach demselben Verfahren hergestellt. Allerdings werden statt der Knospen reife Blätter verwendet. Das ist der Grund, warum dieser Tee billiger ist als der weiße Tee. Die Teeblätter werden während des Trocknungsvorgangs gedreht. Die Blätter werden nicht fermentiert, und deshalb enthält grüner Tee viele gute Inhaltsstoffe. Grünem Tee werden hervorragende krebshemmende Eigenschaften und ein hoher Gehalt an Vitamin C nachgesagt.

Schwarzer Tee

Die Legende besagt, dass diese Sorte aus einem Missverständnis und aus Faulheit entstanden ist. Einigen Historikern zufolge konnten die Arbeiter die Säcke mit den Teeblättern wegen des dichten Nebels einfach nicht aus den Plantagen entfernen. Die Blätter waren am nächsten Morgen aufgequollen. Die Vorgesetzten befahlen, die Beutel aufzubewahren. Dann kochte jemand aus den nassen Beuteln ein Gebräu aus Teeblättern. Das Gebräu war stark und aromatisch. Es ist jedoch sehr schade, dass einige gute Stoffe und Vitamine im schwarzen Tee verloren gehen.

Author`s name Petr Yermilin