Ein farbenfroher Garten von Anfang Sommer bis zum ersten Frost ist auch ohne täglichen Aufwand möglich. Der Schlüssel liegt in der Wahl ausdauernder Stauden, die wenig Aufmerksamkeit benötigen, aber eine lange Blütezeit garantieren. Besonders geeignet sind hierfür Kentropy (Kentranthus), Katzenminze (Nepeta) und Astrantie.
Der Erfolg dieser Pflanzen hängt maßgeblich vom Standort und der Bodenbeschaffenheit ab. Kentropy ist ideal für sonnige Südhänge und trockene Flächen, da das starke Wurzelsystem lange ohne zusätzliche Bewässerung auskommt. Katzenminze ist flexibel und gedeiht sowohl in voller Sonne als auch im leichten Schatten. Astrantie hingegen ist eine hervorragende Wahl für schattige Gartenbereiche, verträgt aber auch helleres Licht.
Ein kritischer Fehler bei der Pflege ist ein Übermaß an stickstoffhaltigen Düngern. Dies führt zu einem starken Blattwachstum, reduziert jedoch die Blütenpracht. Empfohlen werden stattdessen komplexe Mineraldünger mit einem Fokus auf Phosphor und Kalium.
Die Methode der Vermehrung unterscheidet sich je nach Art:
"Kentropy ist ein Fund für Südhänge und trockene Grundstücke. In gemäßigten Breiten überwintert sie problemlos, doch bei schneearmen Wintern sollte die Wurzelzone mit trockenem Laub geschützt werden"
Irina Kolesnikova, Beraterin für saisonale Gartenarbeiten
Um die Blütezeit bis in den späten Herbst zu verlängern, ist ein gezielter Rückschnitt wichtig. Bei Kentropy sollten verblühte Triebe regelmäßig entfernt werden, um den Neuaustrieb zu stimulieren.
Bei der Katzenminze empfiehlt sich nach der ersten Blühwelle im Juli ein radikaler Schnitt auf etwa 10 bis 15 cm Höhe. Dies verjüngt den Busch, verhindert ein Ausbrechen der Form und regt eine zweite Blüte an.
"Wenn Sie Katzenminze nach der ersten Blüte Mitte Sommer komplett auf 10-15 cm zurückschneiden, wächst sie schnell nach und blüht erneut. Das verjüngt den Strauch und hält ihn kompakt"
Sergey Mikheev, Praktiker im Gartenbau
Die Astrantie ist besonders pflegeleicht, da sie über Jahre an einem Platz wachsen kann, ohne geteilt oder umgepflanzt werden zu müssen. Sie ist extrem frosthart und übersteht Temperaturen bis -30 °C ohne speziellen Winterschutz.
Ein Kontrollsignal für eine erfolgreiche Pflege ist die Dichte der Blütenstände. Wenn die Pflanze zwar üppig grün ist, aber kaum Blüten bildet, deutet dies auf eine falsche Düngung hin. Die Nachsorge im Sommer beschränkt sich bei diesen Arten auf eine einmalige mineralische Düngung zu Beginn der Vegetationsperiode im Frühjahr.
Während Katzenminze und Kentropy auch in großen Kübeln mit guter Drainage gedeihen, sollte Astrantie im offenen Boden bleiben, da ihre Wurzeln eine konstante Feuchtigkeit und Kühle benötigen.
Was passiert, wenn man verblühte Blüten nicht entfernt?
Die Pflanzen überleben zwar, aber die Blütezeit verkürzt sich. Da Kentropy und Katzenminze viel Energie in die Samenbildung stecken, verlängert ein zeitnaher Rückschnitt die Blühphase bis zu den ersten Frostnächten.
Gibt es Schädlinge, auf die man achten muss?
Diese Stauden sind generell robust. Katzenminze wirkt durch ihre ätherischen Öle sogar abschreckend auf einige Insekten. In sehr feuchten Sommern kann Astrantie jedoch anfällig für Schnecken sein, weshalb die Bodenoberfläche sauber gehalten werden sollte.
Quelle: Dieser Artikel wurde auf Grundlage einer russischsprachigen Originalveröffentlichung von Pravda. Ru erstellt.